Weisheitszahnentfernung

Die Weisheitszähne brechen zwischen dem 15ten und 20sten Lebensjahr im Ober- und Unterkiefer durch. Bei vielen Menschen ist aber meist kein ausreichender Platz im Kiefer, damit sich die Weisheitszähne korrekt in die Zahnreihe einstellen können. Darum kann es zu verschiedenen Formen der Durchbruchsstörung oder Verlagerung der Weisheitszähne kommen.

Weisheitszähne können

  • völlig im Knochen eingelagert sein,
  • teilweise in die Mundhöhle durchgebrochen sein oder
  • völlig in die Mundhöhle durchgebrochen und hierbei verlagert sein.

Diese nicht oder nur unvollständig durchgebrochenen Weisheitszähne können zu einer Reihe von Beschwerden und Erkrankungen führen.

Beschwerden

Häufig entstehen Entzündungen, die sich bis zu der Bildung von Abszessen ausweiten können. Dies wird besonders häufig beobachtet bei Weisheitszähnen, die noch unter der Schleimhaut liegen oder nur zum Teil durchgebrochenen sind.

In anderen Fällen kommt es zu Bildungen von Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume) um die Krone des Weisheitszahnes, die sich auch entzünden können.

Da die durchbrechenden Weisheitszähne sich häufig Platz verschaffen wollen, kann es zu einer Schädigung des benachbarten Zahnes kommen. Möglich ist auch die Verschiebung einer ganzen Zahnreihe. Dadurch können Ergebnisse vorheriger kieferorthopädischer Behandlungen gefährdet werden.

Weisheitszähne stehen auch häufig im Verdacht, Allgemeinerkrankungen (Herzerkrankungen wie Herzklappenfehler, Rheumatische Erkrankungen) und Gesichtsschmerzen zu verursachen bzw. zu verschlimmern.

Untersuchung und Diagnose

In den meisten Fällen genügt neben der gründlichen Zahnuntersuchung die Anfertigung eines Panoramabildes (Darstellung des gesamten Ober- oder Unterkiefers). Mit solch einer Röntgenaufnahme kann die Lage der Weisheitszähne im Kiefer bestimmt werden. Darüber hinaus erhält man detaillierte Informationen über die benachbarten anatomischen Strukturen (Nerven, Kieferhöhle, Nachbarzähne), die bei der Entfernung der Weisheitszähne natürlich geschont werden sollen.

Viele Weisheitszähne können in örtlicher Betäubung entfernt werden. In bestimmten Fällen, zum Beispiel bei der Entfernung mehrerer Weisheitszähne oder bei stark verlagerten Weisheitszähnen bieten wir die Entfernung in Schlafnarkose oder auch in Vollnarkose an. Dies ist jedoch keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten für die Vollnarkose belaufen sich auf ca. 200-300 €. Für eine operative Entfernung aller vier Weisheitszähne reicht jedoch in den meisten Fällen eine Schlafnarkose (Analgosedierung) aus. Der Patient bekommt von der Operation nichts mit und hat keinerlei Erinnerung an oft notwendiges „ Bohren im Knochen“ – er empfindet nichts als unangenehm.

Die Kosten hierfür betragen ca. 50 €.

Operation

In einem kleinen chirurgischen Eingriff wird zunächst die Schleimhaut im Bereich des Weisheitszahnes vom Knochen gelöst. Dann wird der Weisheitszahn mit einem Bohrer durch das Abtragen von Knochen freigelegt. Er kann anschließend unkompliziert mit einer Zange oder einem Hebel entfernt werden. Das Zahnbett wird gesäubert und eventuell entzündetes Weichgewebe entfernt. In der Regel wird die Wunde anschließend durch Nähte verschlossen.